Tour & Effizienz
PaceRace 2026 sammelt Praxisdaten auf 200 bis 350 Kilometern
Beim PaceRace im Bayerischen Jura treten 25 Elektromotorräder von acht Herstellern sowie Eigenbauten und ein Gespann zu einer Effizienz-Rallye an. Je nach Route absolvieren die Teams 200 bis 350 Kilometer innerhalb von sieben Stunden.
Originalmeldung bei Elektromotorradclub DeutschlandAuf einen Blick
- Deutschland: PaceRace 2026 vom 28. bis 30. August im Bayerischen Jura
- Tourenrahmen: angekündigte Routen von 200 bis 350 Kilometern innerhalb des Veranstaltungsformats
- Vergleichsgrenze: unterschiedliche Routen und Strategien ersetzen keinen standardisierten Reichweitentest

Eine Rallye, kein Laborversuch
Das PaceRace 2026 fand vom 28. bis 30. August im Bayerischen Jura statt. Die Veranstaltung kombiniert öffentliche Strassen, frei gewählte Routen und einen festen Zeitrahmen. Genau das macht sie für Tourenfahrer interessant: Gefordert sind nicht nur sparsame Motorräder, sondern auch Routenplanung, Ladetaktik und ein realistischer Umgang mit Wetter und Topografie.
Die angekündigten Distanzen von 200 bis 350 Kilometern und das gemischte Feld zeigen die Bandbreite heutiger Elektromotorräder. Ein Zieleinlauf ist jedoch noch kein Effizienznachweis. Dafür müssten Fahrstrecke, Höhenmeter, Geschwindigkeit, nachgeladene Energie, Temperatur und Fahrzeit je Team gemeinsam ausgewertet werden.
Was die Resultate für die Schweiz leisten können
Das hügelige Einsatzgebiet ist näher an einer Schweizer Wochenendtour als ein ebener Normzyklus. Belastbare Schlussfolgerungen entstehen aber erst aus veröffentlichten Rohdaten. Prospektreichweiten verschiedener Marken oder Ergebnisse auf unterschiedlichen Routen dürfen nicht zu einer Rangliste vermischt werden.
Für einen späteren Vergleich sollten deshalb Energieverbrauch pro 100 Kilometer, Ladeverluste, Standzeiten und die jeweilige Route nebeneinanderstehen. Ohne diese Daten lässt sich keine Rangfolge der Fahrzeuge begründen.
Fragen und Antworten
Was unterscheidet das PaceRace von einem standardisierten Reichweitentest?
Beim PaceRace wählen Teams innerhalb des Veranstaltungsrahmens ihre Strategie und teils unterschiedliche Strecken. Dadurch fliessen Navigation, Tempo, Ladehalte und Höhenprofil in das Ergebnis ein. Ein standardisierter Reichweitentest hält diese Bedingungen möglichst konstant. Das PaceRace liefert deshalb wertvolle Tourenerfahrung, aber ohne harmonisierte Rohdaten keine direkte Verbrauchsrangliste zwischen den Motorrädern.
Welche Daten braucht ein fairer Effizienzvergleich?
Mindestens nötig sind gefahrene Distanz, Höhenmeter, Fahrzeit, Durchschnittstempo, Wetter und Temperatur sowie die Energie aus Akku und Nachladungen. Idealerweise werden auch Ladeverluste und Restladestand dokumentiert. Erst wenn diese Werte für alle Fahrzeuge gleich erhoben werden, lässt sich beurteilen, ob ein Unterschied vom Motorrad oder von Strecke und Taktik stammt.
Sind die PaceRace-Strecken auf Schweizer Touren übertragbar?
Das Bayerische Jura liefert mit Kurven und Höhenunterschieden einen nützlicheren Praxisbezug als ein reiner Stadtzyklus. Schweizer Alpenpässe können jedoch längere und steilere Anstiege, tiefere Temperaturen und andere Ladeabstände bringen. Die Resultate sind deshalb ein Orientierungspunkt, aber keine Reichweitengarantie für eine konkrete Schweizer Route.
Quellen
Quellen zuletzt geprüft: 8. September 2026